Kulanzregelung bei verspäteter Lieferung von Bordgeräten (OBU)
LKW-Halter, die vor dem 1. Juli ein Bordgerät (OBU) beantragt haben, dieses aber nicht rechtzeitig erhalten haben, erhalten in der ersten Woche der LKW-Maut kein Bußgeld.
Heute ist die LKW-Maut in den Niederlanden in Kraft getreten. Alle LKW müssen über ein Bordgerät (OBU) an Bord verfügen, das die zurückgelegten Kilometer auf dem Mautstreckennetz erfasst. LKW-Halter können ein Bordgerät (OBU) bei einer Vielzahl von Mautdienstanbietern und Tankkartenanbietern erhalten.
Die Branche ist gut auf die LKW-Maut vorbereitet. Nahezu alle Halter der rund 165.000 niederländischen LKW haben ein Bordgerät (OBU) an Bord. Bei einer begrenzten Anzahl von LKW ist dies nicht rechtzeitig gelungen, obwohl der Halter noch vor dem 1. Juli einen Antrag gestellt hatte.
„Wir wollen, dass der Transport weiterläuft“, so Jan Strijk, Direktor Maut beim RDW, der die LKW-Maut im Auftrag des Ministeriums umsetzt. „Wir verstehen, dass es äußerst ärgerlich ist, dass diese Halter noch nicht über eine oder mehrere OBUs verfügen und daher die neuen Vorschriften nicht vor dem 1. Juli erfüllen können. Mit dieser Kulanzregelung können Unternehmen sicher sein, dass sie ihre Fahrzeuge ohne das Risiko eines Bußgeldes nutzen können.“
Kurz gesagt: Für Halter, die vor dem 1. Juli einen Antrag gestellt haben, aber unverschuldet noch keine OBU haben, gilt eine Kulanzregelung. Damit diese Kunden ihre Fahrzeuge weiterhin nutzen können, wird bis einschließlich 7. Juli kein Bußgeld verhängt. Sobald der Fahrzeughalter ein Bordgerät (OBU) erhalten hat, meldet der Mautdienstanbieter dies dem RDW. Die Kulanzregelung für das betreffende Kennzeichen endet damit. Ab diesem Zeitpunkt muss der Fahrzeughalter das Bordgerät (OBU) tatsächlich nutzen, um ein Bußgeld zu vermeiden.
Hat ein LKW-Halter bereits seit längerer Zeit Kontakt zu einem Mautdienstanbieter, wurde die OBU jedoch nicht vor dem 1. Juli geliefert? Dann melden Sie dies Ihrem Mautdienstanbieter. Dieser leitet das betreffende Kennzeichen anschließend an den RDW weiter. Die Mautdienstanbieter arbeiten mit Hochdruck daran, die Anträge so schnell wie möglich zu bearbeiten. Sie ergreifen Maßnahmen, um alle Kunden so schnell wie möglich mit OBUs auszustatten.